Roboterkalibration für automatisierten Mehrfarbendruck in der Motorradproduktion

Ein führender europäischer Motorradhersteller wollte die manuelle Lackierung mehrfarbiger Dekore auf dreidimensionalen Verkleidungsteilen automatisieren.

Voraussetzung dafür war eine deutlich höhere Absolutgenauigkeit des Roboters, um die anspruchsvollen Designflächen präzise und reproduzierbar bearbeiten zu können.

Fallstudie

Ein führender europäischer Motorradhersteller suchte nach einer Möglichkeit, mehrfarbige Dekore auf dreidimensionalen Verkleidungsteilen effizient zu automatisieren. Bislang wurden die Bauteile in mehreren Arbeitsschritten manuell abgeklebt und lackiert. Dieser Prozess war zeitintensiv, personalabhängig und verursachte regelmäßig Qualitätsunterschiede.

Gerade bei sichtbaren Designoberflächen werden bereits kleinste Abweichungen sofort wahrgenommen. Die Wiederholgenauigkeit des Roboters war zwar ausreichend, die Absolutgenauigkeit für diese Anwendung jedoch nicht. Ohne eine professionelle Roboterkalibration wären sichtbare Versätze und ungleichmäßige Kanten unvermeidbar gewesen.

Im Rahmen einer umfassenden Roboterkalibration wurde die gesamte Kinematik des Roboters hochpräzise vermessen. Die Absolutgenauigkeit wurde in diesem Fall von etwa 1,5 mm auf rund 0,13 mm verbessert. Damit war erstmals eine präzise Führung des Druckkopfes entlang der komplexen Bauteilgeometrie möglich.

Die Testanlage bestätigte erfolgreich die Machbarkeit des automatisierten Mehrfarbendrucks. Dekore konnten direkt auf die Bauteile aufgebracht werden, ohne den Einsatz von Schablonen oder manuelle Nacharbeit. Durch das Kalibrieren des Roboters wurde eine neue Automatisierungslösung geschaffen, die Qualität verbessert, Personalaufwand reduziert und Ausschuss minimiert.